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Über Daten, Layout, PDF und Self-Publishing

Das Thema Daten und PDF im Self-Publishing ist eigentlich sehr wichtig und wird zu wenig beachtet. Daher möchte ich euch das Thema ein bisschen näher bringen, damit ihr für euer nächstes Projekt besser gewappnet seid.

Die wenigsten beschäftigen sich, nachdem der Text und die Illustrationen fertig sind, mit eigentlich eine ziemlich wichtigen Angelegenheit: Layout, Formatieren und PDF. Warum und weshalb das so wichtig ist, erfahrt ihr nun. 🙂 Ich hab mit Anfang 20 eine, beziehungsweise zwei Ausbildungen, im Bereich Druck, Drucktechnik und Gestaltung gemacht. Daher kenne ich mich mit dem Thema Druck, PDF schreiben etc. sehr gut aus und möchte euch gerne ein paar Tipps für euer nächstes Projekt geben.

Was ist eine PDF und was hat das mit meinem Buch zu tun?

Das Portable Document Format (PDF) ist ein Dokument, dass Plattform unabhängig ist. Daher mann kann es überall lesen und öffnen. 🙂 Anders als ein Word Dokument, enthält die PDF hoch auflösende Bilder, kann (Sonder)Schriften einbetten und Hilfen beinhalten. Ausserdem kann man hier explizite Druckeinstellungen (Farbprofile) vornehmen. Eine PDF ist das Beste was ihr euer Druckerei übermitteln könnt, denn es sollten alle eure Sonderschriften, Fotos etc. enthalten sein. Und ihr erhaltet in der Regel am Ende keine böse Überraschung. Es ist das der Standard im Druck.

Was das PDF so besonders macht, ist dass es Sonderschriften und Bilder enthält, die in der bestmöglichen Qualität in Word nicht wiedergegeben können. Sonderschriften können zum Beispiel nicht ohne weiteres in Word an jemand weitergegeben werden. Da in dem meisten Fällen die andere Person die Schrift nicht hat. Ja bei euch mag die word Datei super aussen, aber das ist tatsächlich nur bei euch der Fall, wenn ihr die Datei weitergebt, könnt ihr nicht davon ausgehen, das dies bei der anderen Person, die die Datei erhält, ebenso der Fall ist. 🙂

Wieso ist die Schrift den weg, wenn ich meine word Datei weiterschicke?

Schriften sind in der Regel auf dem Rechner der Person gespeichert, die die Datei, also die word Datei, erstellt hat. 🙂 Diese Person hat auf ihren Rechner verschiedene Schriften gespeichert. Wenn ihr also die Datei weitergeben, geht die Verknüpfung zu der Schrift die auf euren Rechner gespeichert ist, verloren, da die Verknüpfung zu der Schrift, die euch gespeichert ist, nicht automatisch auch auf den Rechner der anderen Person gespeichert ist.  Also wenn diese Schrift dann nicht auf den Rechner der anderen Person ist, wird diese Schrift dieser Person auch nicht angezeigt. In der Regel, wenn die Schrift nicht verfügbar ist, wird die durch irgendeine andere ersetzt.

Wenn es eine kostenlose Schrift ist, kann man diese gegebenenfalls mit schicken, natürlich nicht an die Druckerei, sondern an die Person die die Datei erhält. 🙂 Wenn es eine nicht kostenlose Schrift ist, ist es teils nicht einfach so möglich, da die Lizenzen fehlen. Sollte man einen Roman in zum Beispiel in der Schrift „New York Times“ am seinem Druckanbieter weitergeben, kann man schon davon ausgehen, dass die Schrift überall verfügbar ist, da es gewisse Schriften gibt, die auf jedem Rechner sind.

Und Fotos?

Damit die Fotos im Druck auch richtig gut werden, benötigen diese eine hohe Auflösung. Umso höher die Auflösung ist, umso größer ist die Datei. Die Dateien sollten für den Druck 300 dpi haben, damit diese hoch auflösend dargestellt und gedruckt werden können. Es gibt so eine ganz einfache Faustregel, wenn ihr zum Beispiel ein Foto habt, das 30 Kilobyte (KB) groß ist, Kann man davon ausgehen, dass die für den Druck nicht geeignet ist. Kilobyte, ist eine Maßeinheit für den Computer bzw. Speicher. 🙂 Mit Sicherheit habt ihr so etwas schon mal in Verbindung mit eurem Smartphone gehört, wenn dies mit 250 GB angeboten wird. 250 GB ist eine sehr große Speichereinheit, hier finden sehr sehr viele Dateien platz. Diese Dateien werden in verschiedenen kleineren Maßeinheiten unterteilt. Für ein richtig gutes Druck Ergebnis, braucht ihr Daten mit 300 dpi. Und im Idealfall sind Fotos in Megabyte (MB) gespeichert, das bedeutet meistens (nicht immer), dass hier eine höhere Qualität vorliegt.

Wenn ich eine PDF für den Druck erstelle, ist diese in der Regel ziemlich groß. Meistens über 50 MB, wenn nicht sogar 250 MB oder noch viel viel größer. Daher enthält diese nicht nur alle Schriften, sondern auch hochauflösend für den Druck geeignete Fotos. Wenn ihr eine Word Datei weiter geschickt, mit 1 MB, kann man sicher sein, dass hochauflösenden Fotos nicht enthalten sind.

Wie funktioniert das mit Word oder Pages?

Auch hier kann man einstellen, dass eure Datei als PDF erstellt wird. Schaut mal hier:
https://www.adobe.com/de/acrobat/online/word-to-pdf.html 

Warum sind da so weiße Ränder?

Das passiert, wenn man die Fotos nicht über den Beschnitt gezogen habt. In der Regel haben alle Dokumente die Gedruckt werden einen Toleranzbereich in dem eure Fotos, Grafiken oder Bilder nicht liegen sollten (dann habt ihr Ränder, wenn gewollt). Oder ihr müsst die darüber hinausziehen, damit keine weißen Ränder entstehen.

Ist das bei BOD und Co. auch so erforderlich? 

Ja, wenn ihr ein gutes Ergebnis haben wollt, müsst ihr unbedingt auf eine saubere vernünftige PDF beziehungsweise Datei achten! Jede Druckerei und jeder Anbieter hat seine eigenen Angaben. So kann der Beschnittrand mal 3 mm oder auch mal 5 mm sein.

Hilfe das ist kompliziert! Und jetzt?

Ja es ist richtig, für jemand der das noch nie gemacht hat, ist das tatsächlich nicht ganz unkompliziert. Deshalb jetzt ein klein bisschen Eigenwerbung: Ich biete meinen Kunden sehr gerne an, für einen günstigen Preis den Textsatz mit Layout und natürlich den finalen Druckdaten zu erstellen. 🙂