Wie verkaufe ich erfolgreich mein Kinderbuch? PR-Tipps für Autoren

Liebe Kunden, Blogleser und Neugierige,

die Frage die ich immer wieder gestellt bekomme, ist „Denken Sie das mein Buch Erfolg hat?“. Die Frage ist so pauschal nicht zu beantworten. Wie oft wurde Harry Potter abgelehnt,? Der damals noch kleine britische Verlag Bloomsbury nahm sich schließlich dem Manuskript an und startete mit einer Erstauflage von gerade mal 500 Stück. Das Ende des Märchen kennen Sie ja. 😉 Wenn Sie ein gutes Kinderbuch haben, lassen Sie sich nicht sofort abwimmeln, oftmals müssen Sie die Sache erstmal selbst in die Hand nehmen. Der Text hier kratz nur an der Oberfläche meines Wissen über Bücher, Veröffentlichen, PR, Druck, Websites, Marketing usw. das ich mir in meiner Zeit als Illustratorin, Bloggerin, Buchhändlerin, Fotografin und Mediengestalterin angesammelt habe.

Was macht ein gutes Kinderbuch aus?

Ein gutes Kinderbuch lebt von Bildern und Text gleichermassen. Und vor allen auch durch ein vernünftiges Layout. Wenn Sie keinen Profi an der Hand haben, habe ich hier ein paar Tipps für Sie:

Vermeiden Sie die Comics Sans und wählen Sie eine einfache Schrift, wie Helvetica. Nehmen Sie eine gut lesbare Schriftgröße um die 14-12 pt. Machen Sie Absätze und Überschriften, ohne stark übertriebene Dekorations-, Hand-, Serif- oder Manufakturschriften und lassen Sie etwas Platz am Rand. Natürlich können Sie auch immer einen Profi an ihr fertiges Buch lassen, der für Ihr Kinderbuch ein Konzept erarbeitet und aufhübscht.

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„Lesen heißt durch fremde Hand träumen.“
– Fernando Pessoa

Wenn Sie mit einem professionellen Illustrator zusammenarbeiten wollen, wird der Ihnen immer einen Vertrag vorlegen. Ein Illustrator verkauft Nutzungsrechte. Hierzu ist es wichtig, die Rechte der jeweiligen Partei schriftlich festzuhalten. Ich bekomme oft Anfragen von verärgerten Kunden, die diesbezüglich sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben. So hörte ich von Illustratoren, die sich nicht mehr gemeldet haben und samt fertigen Kinderbuch verschwunden sind, plötzlich keine Lust mehr hatten. Oder das fertige Buch einfach selbst rausgebracht haben, mit dem Text des Autors. Letzteres ist eine strafbare Handlungen, da die Nutzungsrechte des Autores verletzt werden.

In jeder Branche gibt es schwarze Schafe, daher sollten Sie auf jeden Fall etwas schriftliches ausmachen, um sich in Fall aller Fälle auf etwas berufen zu können. Auch hilfreich ist es ein Angebot einzufordern. Wenn jemand Ihnen ein Kinderbuch mit 20 Illustrationen für 200€ illustrieren möchte, ist dieses Angebot nicht wirklich seriös, weil ein echter Illustrator von 200€  für ein ganzes Buch nicht leben kann. Auch ein Tipp: Schauen Sie mal, ob Ihr Wunschillustrator/in in der Illustratoren Organisation e.V. Mitglied ist. 🙂

Wie und wo verkaufe ich mein Buch am Besten?

Wenn Sie nach besseren Chancen suchen, verkaufen Sie Ihr Buch in der Weihnachtszeit oder zu Ostern. Hier ist ein sehr früher Anlauf erforderlich. Sie sollten den ausgewählten Illustrator am Besten im Sommer anfragen. Die meisten Illustratoren haben im Sommer mehr Zeit, dass das Projekt recht zeitig bearbeitet werden kann. Nach September wird es schon schwieriger, den Wunschillustrator ins Boot zu holen. Daher planen Sie frühzeitig, für wann Sie das Buch in den Handel bringen möchten. Bei Osterterminen empfiehlt sich spätestens eine Anfrage bis Anfang Januar zu senden.

Nur da Ihr Buch jetzt eine Internationale Standardbuchnummer (ISBN) besitzt, heißt es leider nicht, dass die Leser Ihnen die Türe einrennen. Egal wie schön das Buch geworden ist, oder wie gut das Manuskript ist, etwas PR (Public Relations, Öffentlichkeitsarbeit) müssen Sie selbst machen. Auch hier sollten Sie sich vorher schlau machen, wie Sie das angehen wollen.

  • Welcher meiner Regionalzeitungen könnte ich anschreiben?
  • Wie gestalte ich eine Website/Blog?
  • Oder vertreibe ich das Buch doch über die Social Media Plattformen?
  • Will ich mit einem Verlag zusammenarbeiten?
  • Kenne ich Freunde/Bekannten, die in der Verlagsbranche arbeiten oder als Journalist tätig sind?

Wichtig ist, dass die potenziellen Leser auf Ihr Buch aufmerksam werden und die Möglichkeit haben, das Buch im Internet zu finden und zu bestellen. Natürlich können Sie auch in der Buchhandlung Ihres Vertrauen Fragen, ob Sie ein paar Bücher dort lassen können. Die Marge für den Buchhändler liegt zwischen 30-40% pro Buch.

Viele Regionalzeitungen freuen sich, wenn Sie mit Ihren Kinderbuch auf diese zukommen. Seihen Sie also mutig und schreiben oder rufen Sie in der Regionalredaktion an. Selbst wenn Sie eine Absage kassieren, nicht aufgeben. 🙂 Wenn Sie ein professionelles Buch haben, klappt es meistens.

Besonders wichtig ist die Präsenz Ihres Buches im Internet. Fast alle googeln und teilen fleißig in den sozialen Netzwerken. Eigentlich ist es heutzutage recht einfach eine kleine eigene Website oder Blog zu gestalten. 🙂

Und jetzt wünsche ich viel Spaß beim schreiben, illustrieren und freue mich wie immer über Feedback. 🙂

Bald gibts noch Tipps zum Thema „Ebooks“.