Köln – Auf den Spuren der Römer

Köln – Auf den Spuren der Römer

So weit wohne ich ja nun nicht von Köln entfernt. Dennoch war ich viel zu lange nicht mehr in der Metropole. Nach dem schlechtem Wetter, war ich wirklich sehr froh, dass ich gestern in Köln Sonnenschein und strahlend blauen Himmel hatte. Das war genau das richtige Wetter, um auf das Dach des Domes zu steigen und den Spuren der alten Römer zu folgen.

Köln ist die größte Stadt in NRW und wurde in römischer Zeit unter dem Namen Oppidum Ubiorum gegründet. Die Lage am Rhein war für die Römer ideal. Erst später wurde Colonia Claudia Ara Agrippinensium zur Stadt erhoben.  Was viele garnicht wissen, ist das es noch viele Baudenkmäler der Römer in Köln gibt. So kann man nicht nur alte romanische Kirchen erkunden, sondern auch römischen Ausgrabungstätten entdecken, die sich unter der Erde befinden.

Ich wurde erstmal vom Hochwasser an den Rheingarten begrüßt.Das aktuell Pegel ist aber noch harmlos. Direkt am Stapelhaus tummelten sich die Touristen. Es ist nur noch der Turm, von den ehemals prächtigen Gebäude erhalten. Das Stapelrecht  war zur Zeit des Mittelalters das Recht einer Stadt, von durchziehenden Kaufleuten zu verlangen, dass sie ihre Waren in der Stadt für einen bestimmten Zeitraum anboten. Dadurch wurde Köln sehr reich.

Romanische Kirchen und Römische Fundamente

Hinter dem berühmten Überresten des Stapelhauses, steht die romanische Kirche Groß St. Martin im St. Martin Viertel. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche, wie der Rest von Köln, stark beschädigt, aber später wieder aufgebaut. Die dreischiffige Basilika hat einen kleeblattförmigen Ostchor und einen quadratischen Vierungsturm mit vier Ecktürmchen. Das Gelände um die Kirche herum gehörte ursprünglich, in römischen Zeiten, zur vorgelagerten Rheininsel östlich des Prätoriums.

In den 1960er Jahren wurden Grabungen unter der Kirche durchgeführt und wie unter dem Kölner Dom, Überreste aus dem römischen Köln gefunden. Zuvor befand sich dort ein Sportplatz mit Wasserbecken und später wurden dort Lagerhallen errichtet. Unten findet man ein Stück vom Becken, sowie Fassadenteile und Säulen aus der römischen Zeit. Die Erbauer der Kirche nutzen die römischen Mauern als Fundament.

Die Kirche wurde zur Zeit des Historismus wunderschön bemalt, da die romanischen Kirchen sonst immer recht schmucklos waren. Erst später in der Gotik wurden Kirchen bombastischer. Durch die Zerstörung wurden die Farben zum größten Teil zerstört und es sind nur noch Überreste zu finden. Auf dem Boden befanden sich noch aufwendige Mosaike, ich glaube auch aus der Römer Zeit. 🙂

Altes Rathaus

Das Rathaus in Köln ist das älteste in Deutschland. Zumindest die Historischen Teile entstand um das Jahr 1330. Von 1407 bis 1414 entstand zusätzlich der Ratsturm. Der Turm ist mit zahlreichen Figuren bestückt, die mit der Geschichte von Köln verworren sind.  Zwischen 1988 und 1995 wurde der Rathausturm mit 124 Figuren neu bestückt, da die meisten im Krieg so stark beschädigt wurden. Und um 2006 musste diese nochmals restauriert werden. Wer mehr zu der Geschichte der Figuren lesen möchte, findet hier Antworten. 

Irgendwann gehe ich mir das Rathaus auch mal von Innen ansehen, dann gibt es mehr dazu. 🙂 Zudem befindet sich das Praetorium im spanischen Bau, dass ich mir noch ansehen wollte.

Felsenmonument

Ich liebe den alten Dom. Er sieht aus wie ein Felsenmonument, aus einem Stein gehauen. Als ob er irgendwo an der Küste Irlands steht. Der Dom ist wunderschön, mit seinen ganzen Details der gotischen Baukunst. Ein vollendetes Meisterwerk und eine der größten Kirchen der Welt. Aber wenn man oben auf dem Dach steht, bemerkt man die wahre Größe des steinernen Monuments.

Im dem ratternden Aufzug geht es hinauf auf das Dach bei besten Sonnenschein. Das letzte mal war ich zur blauen Stunde hier oben. Es ging direkt hinein in das große Dach, über dem Langhaus und direkt dann hinaus auf die Südseite mit einen atemberaubenden Blick auf die Altstadt. Man könnte hier sicher endlos fotografieren.

Später besuchten wir noch den Aufenthaltsraum der Mitarbeiter und besonders interessant war der Raum im Nordturm, wo Teile von Skulpturen aufbewahrt werden. Der Raum ist sehr unwirklich, da es aussieht, als ob es eine Filmkulisse ist, durch die ganzen Vitrinen. Zum krönenden Abschluss ging es auf den Vierungsturm von Erlefried Hoppe. Es ist der dritte kleinen Turm des Doms. Über eine Wendeltreppe erreicht man diesen und hat eine tolle 360 Grad Aussicht, auf den Rhein, das Messegelände, die Altstadt und den Bahnhof.

Wie immer war es schön. <3 Bis bald Köln!

Danke an Wikipedia und danke an alle fürs lesen.

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